Online-Workshops für Unternehmen um Gewalt gegen Frauen vorzubeugen

Schätzungen zufolge hat jede dritte Frau weltweit bereits mindestens einmal in ihrem Leben geschlechtsspezifische Gewalt erfahren. Uns allen obliegt die Verantwortung dieser Menschenrechtsverletzung gegenüber Frauen die Stirn zu bieten und uns für die Prävention von Gewalt einzusetzen – dies schließt insbesondere auch Unternehmen, als wichtige gesellschaftliche Akteure, ein. Denn Gewalt gegen Frauen hat nicht nur negative Folgen für die Frauen selbst und unsere Gesellschaft im Generellen, sondern auch für Unternehmen da sich im Zusammenhang mit Gewalt gegen Frauen die Leistungsfähigkeit des Personals (seien es betroffene Frauen, Täter oder Kolleg/innen, die Zeug/innen wurden) stark verschlechtert.

Die gesellschaftlichen Kosten, die durch Gewalt an Frauen entstehen, belaufen sich in Deutschland auf 14 Milliarden Euro jährlich, was die Kosten für Unternehmen mit einschließt. In Großbritannien schätzen Studien, dass den Unternehmen ca. £ 2,7 Milliarden im Jahr verloren gehen. Eine kürzlich durchgeführte Studie belegte, dass auch peruanische Unternehmen aufgrund von Gewalt gegen Frauen jährlich 6,7 Milliarden US-Dollar verlieren. [1]

Um Unternehmen bei der Prävention zu unterstützen, hat das Regionalprogramm ComVoMujer gemeinsam mit Induction One, einem Unternehmen, das sich auf innovative Trainingsmethoden spezialisiert hat, das „Programm zur Online-Zertifizierung Sicheres Unternehmen: Führend bei der Null-Toleranz bei Gewalt gegen Frauen“ initiiert.

Während des Kurses lernen die Teilnehmer/innen auf eine kurzweilige und einfache Art über Themen wie Geschlechterverhältnisse, die Eigenschaften und Manifestationen von Gewalt gegen Frauen, sowie ihre negativen Folgen für Betroffene, Familien, Gesellschaften und nicht zuletzt Unternehmen. Das Kurssystem ist einfach zu bedienen. Sowohl die Mitarbeiter/innen als auch die Unternehmen erhalten am Ende des Kurses ein Zertifikat.

Das Zertifikat und die Weiterbildung zu dem Thema Gewalt gegen Frauen ist für Firmen eine Bereicherung, da sie durch eine Teilnahme das Arbeitsklima in ihren Organisationen verbessern, die Verbundenheit ihres Personals stärken und ihr Image nach außen verbessern können. Zudem lernen auch die einzelnen Teilnehmer/innen viel über das Thema, was wiederum zu neuen Perspektiven und Einstellungen gegenüber dieser Menschenrechtsverletzung führt.

Wenn Sie noch Fragen haben, kontaktieren Sie bitte:

andrea.cruzado@giz.de

timm.kroeger@giz.de

CoV



[1] Terre de Femmes, Wissenschaftliche Studie zur Evaluation der Implementierung des Workplace Policy Konzeptes in Berlin, Berlin 2010, Disponible en: http://www.frauenrechte.de/online/images/downloads/hgewalt/workplace/wpp-2010-studie.pdf

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