Germany: Vision needs Attitude, Attitude meets Action

Die „Gespräche zur Internationalen Zusammenarbeit“ am Weltmädchentag in der GIZ-Repräsentanz Berlin

Gezielte Förderung von Mädchen und jungen Frauen, Gleichberechtigung in
allen Lebensbereichen, weltweit. Aus einer gemeinsamen Vision ist eine gemeinsame
Aktion mit Tradition geworden. Seit drei Jahren nimmt die GIZRepräsentanz
Berlin zusammen mit Plan International Deutschland den Weltmädchentag
am 11. Oktober zum Anlass, um auf die schwierige Situation
von Mädchen und jungen Frauen in vielen Ländern der Welt aufmerksam zu
machen, Möglichkeiten für Verbesserungen aufzuzeigen und Mut zu stiften.
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Gespräche zur Internationalen Zusammenarbeit“
kommen jedes Jahr junge Frauen zu Wort, die Räume für gleichberechtigte
Beteiligung schaffen und Wortführerschaft zu globalen Themen annehmen.
Ihre Lebensfreude und ihr Wille zur Offensive werden am Weltmädchentag durch
das kräftige Pink gewürdigt, das die Repräsentanz am 11. Oktober erleuchtet.
Als eines der SDGs ist Geschlechtergleichberechtigung ein Schwerpunktthema
der GIZ-Repräsentanz Berlin. Wie ein roter Faden zieht sich das Thema als Querschnitt
durch deren Arbeit. Allein im Jahr 2019 fanden acht Veranstaltungen, die die weltweite
Stärkung von Frauen und Mädchen in den Fokus genommen haben, in der Repräsentanz statt.

Neben den von der Repräsentanz verantworteten Frauennetzwerktreffen Women in Dialogue
und diversen Einzelevents, haben sich die „Gespräche zur Internationalen Zusammenarbeit“
am Weltmädchentag zu einem Gender-Flaggschiff im Veranstaltungskalender
des politischen Berlins entwickelt. Ob Fußballerin, Aktivistin, Schauspielerin
oder Politikerin: Junge Frauen verändern unsere Welt und gestalten unsere
Zukunft – und die Repräsentanz gibt ihnen eine Bühne.

Es geht um die Würde des Menschen, aller Menschen. Dieser Ansatz hebt die Geschlechtergleichberechtigung
auf die universelle Ebene der Menschenrechte und lässt somit unterschiedlichste
Perspektiven zu. Wie und wo weibliche Ermächtigung zustande kommt, kann auf
ganz unterschiedliche Weisen geschehen. Ein libysches Mädchen erfährt sie
durch „Demokratiefreitage“ am familiären Küchentisch und eine junge deutsche
Frau durch ihre Erfahrungen bei Fridays for Future. Gemein ist ihnen, dass
sie Vorbilder für eine gleichberechtigte Welt sind und dass sie ihre Ermächtigung
selbstbewusst nach außen tragen und andere damit anstecken.
Wichtig bei den Gesprächen mit diesen Mädchen und Frauen sind vor allem drei
Säulen, die in ihren Schnittstellen Synergien erzeugen und die Veranstaltungen mit über
100 Besucher*innen alljährlich so erfolgreich machen: Die Kooperation mit der Zivilgesellschaft,
die konsequente Umsetzung der GIZ-Genderstrategie und die Einbindung der parlamentarischen Arbeit im
Deutschen Bundestag. Durch dieses Modell werden Partnerschaften geknüpft,
neue Zielgruppen erreicht und die Notwendigkeit der Gleichberechtigung in
allen Bereichen in Politik und Gesellschaft getragen.

Kooperation mit der Zivilgesellschaft Partner der „Gespräche zur Internationalen Zusammenarbeit“ am Weltmädchentag
ist Plan International Deutschland e.V. – die Kinderhilfsorganisation,
die den Weltmädchentag bei den Vereinten Nationen initiiert hat. Zusammen
mit Plan geht die Repräsentanz eine Partnerschaft zur Erreichung der Ziele
ein und kommt SDG 17 somit einen Schritt näher. Der Nexus von Gender und nachhaltiger
Entwicklung gewinnt durch die Kooperation an Prominenz. Über gemeinsame
Veranstaltungen mit Plan gibt die GIZ-Repräsentanz der Kinderrechtsorganisation eine
Bühne im politischen Berlin – z.B., um wie in diesem Jahr eine Studie zum
Wunsch nach Führungsverantwortung unter jungen Frauen bekannt zu machen.

Einzahlung auf die GIZ-Genderstrategie
Gendersensibilität ist ein Qualitätsmerkmal der Arbeit in der GIZ. Die Veranstaltungsreihe
mit Plan dient nicht nur der Stärkung der internen Genderkompetenz, sondern auch der unserer zahlreichen Gäste, die durch ihre
gesellschaftliche Stellung oftmals zu Multiplikator*innen werden. Laut GIZ-Genderstrategie
ist die Förderung der Gleichberechtigung der Geschlechter und die Beseitigung geschlechtsspezifischer Benachteiligungen und Diskriminierungen
im Rahmen unserer Dienstleistungen eine strategische Säule unserer
unternehmenspolitischen Ausrichtung. Die Veranstaltungsreihe trägt maßgeblich zu einer
klaren Positionierung der GIZ nach außen wie nach innen bei, wodurch die Genderstrategie mit Leben gefüllt wird.

Einbindung des Bundestages
Zahlreiche Politiker*innen sind als Podiumsgäste oder Besucher*innen bei den
Gesprächen dabei gewesen. Dazu gehört beispielsweise die ehemalige Parlamentarische
Staatssekretärin Karin Roth. Auf ihre Initiative wurde ein fraktionsübergreifender
Antrag erarbeitet, den der Deutsche Bundestag am 21. September 2011
einstimmig beschlossen hat. Hiermit wurde die Bundesregierung aufgefordert, sich bei
den Vereinten Nationen für einen UN-Mädchentag einzusetzen – mit Erfolg. Auch die
Parlamentarische Staatssekretärin im BMZ, Dr. Maria Flachsbarth, war bei den Gesprächen
schon dabei. Sie legt in ihrer Arbeit besonderen Wert darauf, dass in der deutschen
Entwicklungszusammenarbeit Mädchen und Frauen eine starke Rolle spielen. Katja Dörner,
die stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, war
ebenfalls schon zu Gast bei den Gesprächen. Sie weist bereits seit vielen Jahren, unter
anderem im Rahmen der Kampagne von Plan Because I am a Girl, auf die
prekäre Lebenssituation von Mädchen in vielen Teilen der Welt hin. Dass sich
nicht nur Frauen für die Beseitigung geschlechtsspezifischer Benachteiligungen
und Diskriminierungen einsetzen, zeigt beispielsweise die Unterstützung
von MdB Dr. Georg Kippels bei den Gesprächen, der sich im Ausschuss für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung für die Rechte von Frauen
und Mädchen stark macht.

 

 

„Mädchen und jungen Frauen sind Hoffnungsträgerinnen in unseren Partnerländern –
ohne sie ist keine nachhaltige Entwicklung
möglich. Sie stellen sich großen Herausforderungen
und verdienen unseren Respekt
und unsere Unterstützung! Bildung, Aufklärung
sowie Zugang zu Verhütungsmitteln
ist oftmals die Voraussetzung für ein selbstbestimmtes
Leben. Als She Decides Champion
setze ich mich deshalb mit Nachdruck für
sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte ein.“

Dr. Maria Flachsbarth,
Parlamentarische Staatssekretärin im BMZ

 

„Es macht mich wütend, dass Mädchen und junge Frauen weltweit
noch immer unter Diskriminierung
und Chancenungleichheit leiden. Deshalb ist es so
wichtig, ihre Bedürfnisse und Herausforderungen
besonders in den Blick zu nehmen und gezielt Förderung durch
Bildung und Aufklärung, aber auch durch Empowerment voranzubringen.“

Katja Dörner, stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion
Bündnis 90/Die Grünen

 

„In vielen Ländern der Welt werden Mädchen und junge Frauen immer noch aufgrund
ihres Geschlechts diskriminiert. Sie können
kein selbstbestimmtes Leben führen. Deshalb braucht es internationale Partner, die
ihnen eine starke Stimme geben – am Weltmädchentag und darüber hinaus!“

Dr. Georg Kippels, Mitglied des Bundestages

 

„Weltweit brauchen Mädchen Ermutigung um
furchtlos ihr Leben selbstbestimmt zu leben.
Dafür haben Sie unsere Unterstützung!“

Karin Roth, Parlamentarische Staatssekretärin a.D.

 

        

„Junge Frauen verändern unsere Welt –
endlich! Ich bin sehr beeindruckt von
der Weitsicht junger Frauen, hier in
Deutschland und weltweit. Sie sind aktiv,
erheben ihre Stimme zum Schutz des
Klimas und für eine gerechtere
Welt, von der wir alle profitieren werden.“

Dr. Heike Kuhn, Leiterin des Referats für Menschenrechte,
Gleichberechtigung und Inklusion im BMZ

 

 

„Der Weltmädchentag der Vereinten Nationen
am 11. Oktober liefert als Aktionstag
eine einzigartige Plattform, um Gender-Themen
in den Fokus zu rücken. Die „Gespräche
zur Internationalen Zusammenarbeit“, die
wir gemeinsam mit der GIZ-Repräsentanz
Berlin anlässlich des Weltmädchentages
ausrichten, bieten uns genau dieses Forum.
Als Partner können wir noch wirksamer darauf
aufmerksam machen, dass wir alle in
Sachen Gleichberechtigung noch nicht am
Ziel sind.“

Maike Röttger, Geschäftsführerin bei Plan International

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