Werkstattgespräch in Eschborn: „Wirtschaftliches Empowerment von Frauen in Afrika – Erfahrungsbericht einer interdisziplinären Prüfmission“

Dokumentation der Veranstaltung:

Während des Werkstattgesprächs wurden die Eindrücke und Ergebnisse der Prüfmission zu dem geplanten GG2-Vorhaben „Qualifizierung von Frauen im Agrar- und Ernährungssektor“ vorgestellt und anschließend gemeinsam mit dem Publikum diskutiert. Katrin Schneider, an der Prüfung beteiligte Gutachterin zum Gender Politikrahmen, stellte genderrelevante Erkenntnisse vor und zeigte Besonderheiten auf, die es bei der Erarbeitung von Genderanalysen zu beachten gilt. Auch methodische Herausforderungen eines neu aufzusetzenden Vorhabens mit GG-2 Kennung wurden beleuchtet und diskutiert.

Das Werkstattgespräch war gedacht um einen frischen Eindruck zu vermitteln und Ideen und Erfahrungen anderer Fachrichtungen für ein interdisziplinäres Regionalvorhaben mit Genderbezug aufzunehmen. Dabei konnten in der Diskussion viele innovative Ideen aus dem Plenum aufgegriffen werden, die nun bei der weiteren Konzeption des Vorhabens mitgedacht werden. Anbei finden Sie die Präsentation des Werkstattgesprächs und folgend einige Informationen zum geplanten Neuvorhaben und die Einordnung in die politische Agenda.

Das Neuvorhaben ist eine Initiative im Nachgang des letztjährigen von Deutschland ausgerichteten G7-Gipfels und einer darauf folgenden Vereinbarung mit der Afrikanischen Union, den Fokus deutscher EZ verstärkt auf die Förderung von Frauen auszurichten. Weiterhin listet der kürzlich gelaunchte Aktionsplan des BMZ zur Gleichberechtigung der Geschlechter als prioritäre Themen u.a. Landwirtschaft/ Ernährungssicherung, Bildung und Erwerbsarbeit, wozu das Neuvorhaben einen wichtigen Beitrag leisten kann.

 Das Vorhaben wird sich an bestehende Strukturen des GIZ-CAADP-Support-Programms im Modul ATVET andocken und somit keine zusätzlichen Strukturen schaffen. Derzeit ist das Regionalvorhaben über sieben afrikanische Länder geplant: Äthiopien, Benin, Burkina Faso, Ghana, Kenia, Malawi und Togo und kann damit Strukturen in sechs dieser Länder nutzen. Um der Interdisziplinarität des Neuvorhabens gerecht zu werden, war ein Team aus Berufsbildung, Landwirtschaft und Privatwirtschaftsförderung sowie eine Gutachterin zum Gender-Politikrahmen an der Prüfung in den verschiedenen Ländern beteiligt. Der politische Partner auf regionaler Ebene ist die NEPAD Planung- und Koordinierungsagentur NPCA mit Sitz in Midrand, Südafrika.

Die Präsentation zur Veranstaltung kann hier heruntergeladen werden:

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Wann: Donnerstag, 17. März 2016, 13.30-15.00 Uhr

Wo: Eschborn, Raum ED 11068

Was: Werkstattgespräch: „Wirtschaftliches Empowerment von Frauen in Afrika – Erfahrungsbericht einer interdisziplinären Prüfmission“

Im Zuge der G7-Inititiative wurde u.a. eine Stärkung von Frauen in Entwicklungsländern durch berufliche Bildung vereinbart. Diese Vorgabe muss sich in einer zunehmenden Zahl von expliziten Aktivitäten zur Frauenförderung widerspiegeln. Zudem lenken die Verhandlungen mit der Afrikanischen Union einen stärkeren Fokus der deutschen EZ auf Frauen im ländlichen Raum. Das Neuvorhaben „Qualifizierung von Frauen im Agrar- und Ernährungssektor“ knüpft an diese politischen Vorgaben an.

 Im Februar war ein interdisziplinäres Team in Südafrika, Malawi, Kenia, Äthiopien, Burkina Faso und Togo unterwegs, um geeignete Aktivitäten und Partner zu identifizieren. Neben Kolleg/-innen aus Berufsbildung und Landwirtschaft waren Kolleg/-innen aus der Privatwirtschaftsförderung und Genderexperten dabei. Wir möchten die noch ganz frischen Eindrücke von der Mission im Rahmen eines Werkstattgesprächs mit Ihnen teilen und diskutieren.

 Das Fachgespräch versteht sich als Zwischenbericht und ist offen für Ihre Beiträge und Ideen!

 Moderation: Jacqueline Jaspert, Fachplanerin Privatwirtschaftsförderung und Wirtschaftspolitik

Input: Kathrin Schneider, Gender Consultant

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